Wer denkt bei Mallorca nicht gleich an Ballermann, Playa de Palma und jede Menge Sangria? Diese Klischees haben zwar durchaus ihre Berechtigung, doch Mallorca hat viel mehr zu bieten. Besonders das Gebirge der Sierra de Tramuntana lädt zum Wandern und Bergsteigen ein. Das Gebirge ist etwa 100km lang und verläuft vom Cap de Formentor im Norden bis Sant Elms im Westen, wobei die Insel sa Dragonera eine Fortsetzung eine Fortsetzung des der Bergkette ist. Der höchste Berg der Insel, der Puig Major (1445m) ist allerdings militärisches Sperrgebiet. Eine Ausnahmegenehmigung kann zwar beantragt werden, allerdings sollte dafür genug Zeit – mindestens zwei Wochen – eingeplant werden. Das macht den Berg für Urlauber eher uninteressant, aber die asphaltierte Straße auf den Berg ist auch nicht wirklich idyllisch.

 

Ganz anders sieht es am zweithöchsten Berg aus: Der Puig de Massanella ist 1365m hoch, auf seinen Gipfel führt nur ein Wanderweg, der später nur noch als schmaler Pfad verläuft. Die Aussicht ist überwältigend, vom Gipfel lässt sich die ganze Insel überblicken. Am besten lässt sich der Berg vom Pass (500m) nahe des Kloster Llucs besteigen. Der Weg ist zwar ausgeschildert, allerdings ist die Ausschilderung nicht besonders durchgängig und besonders im oberen Bereich ist der Wegverlauf kaum noch zu erkennen.  Hier hilft es sich an den Wegmarkierungen (Steinpyramiden oder rote Markierungen an den Felsen und Bäumen) zu orientieren. Bei schlechtem Wetter und Nebel sollte eher rechtzeitig umgekehrt werden, ansonsten ist eine gute Karte (Maßstab 1:25 000 oder besser) sinnvoll.

Weitere interessante Touren führen etwas von Valldemossa auf den Teix oder von Soller auf den Mirador d’Ofre.  Geeignete Jahreszeiten sind der Frühling und der Herbst, die Temperaturen sind dann mild aber auch nicht zu heiß. Wer im Sommer Bergsteigen möchte sollte auf jeden Fall ausreichend Wasser und eine Kopfbedeckung mitnehmen. Im Winter sollte man dagegen mit Schnee in den höheren Lagen rechnen.