Wenn im März in Deutschland noch teils frostige Temparaturen herrschen, ist es auf Mallorca schon angenehm mild. Diesen Umstand nutzen tausende von Radsportbegeisterten um sich im Frühling auf die kommende Saison vorzubereiten oder einfach einige Tage ihrem Hobby nachgehen zu können ohne dabei frieren zu müssen. Die große Beliebtheit Mallorcas bei Radsportlern kommt mit Sicherheit auch daher, dass vor allem im Winter viele europäische Profiteams auf der Insel trainieren, was Hobbysportler magisch anzieht.

Auf den Radsporttourismus hat sich ein entsprechendes Angebot eingestellt – so etwa Max Hürzeler Bicycle Holidays, die vom Rennradverleih bis hin zu Pauschalangeboten mit gemeinsamen Touren sämtliche vorstellbare Leistungen für Radsportler anbieten. Mallorca bietet neben dem milden Klima auch in anderer Hinsicht Traumbedingungen zum Rennradfahren: Ein großes Netz an wenig befahrenen Straßen – sowohl in der Ebene wie auch über die Bergpässe des Tramuntana-Gebirges, gute Ausschilderungen und Wegmarkierungen und die Insel ist gerade so groß, dass man unabhängig vom Ausgangsort jeden Punkt in einer (unter Umständen etwas längeren) Tour erreichen kann.Rennradfahren auf Mallorca

Ein absolutes Highlight für konditionsstarke Fahrer ist die Fahrt nach sa Calobra, vom fast 700m hohen Pass führt eine serpentinenreiche Straße ans Meer und der bekannten Schlucht Torrent de Pareis. Das Ziel ist allerdings eine Sackgasse, daher müssen die Höhenmeter zum Pass noch einmal zurückgelegt werden. Auf dem Weg nach sa Calobra kann man entweder am bekannten Kloster LLuc vorbeifahren oder man nimmt noch den höchsten Pass Mallorcas am Puig Major (880m) mit. Etwas weiter südlich bietet die Gegend um Valdemossa, Soller, Deía und Andratx Möglichkeiten für traumhafte Rundfahrten. Die Straße führt an Steilküsten entlang, durch malerische Ortskerne hindurch und über bis zu 500m hohe Bergpässe.

Im Norden bietet sich eine Fahrt zum Cap de Formentor an. Von Port de Pollenca geht die Straße über 18km mit vielen Gegenanstiegen an traumhaften Buchten vorbei bis zum Leuchtturm.Die Straße ist natürlich auch der einzige Weg zurück, die Höhenmeter müssen also gleich zweimal überwunden werden. Wer die Anfahrt dorthin nicht auch mit dem Rennrad zurücklegen möchte- vom Playa de Palma nach Port de Pollenca sind es über 70km einfache Strecke – ist mit einem Leihwagen von Sixt gut beraten (auch in einen Kleinwagen kann man auf der Rückbank ein Rennrad unterbringen).

Der gesamte Ostteil der Insel eignet sich wunderbar für langgezogene Flachstrecken. Vom Playa de Palma aus kann man im Süden an der eindrucksvoll schroffen Steilküste am Cap Blanco entlangfahren.  An der Ostküste bietet sich die Gegend um Manacor viele interessante Möglichkeiten, die die meditarre Landschaft mit idyllischen Dörfern (lädt zur Pause am ein oder anderen Marktplatz ein) kombinieren. Noch mehr interessante Routentipps gibt es zum Beispiel hier.